12/12/2008
Pagsanjan Wasserfall · 17. November
Am Montag buchten wir eine achtstündige Tour zu dem Pagsanjan Wasserfall und zurück. Der Pagsanjan Wasserfall ist ca. 100 Km südlich von Manila. Die Fahrt mit dem Minibus, wir waren nur zu viert, führte uns durch interessante Landschaften. Hier gab es viele Reisfelder und Kokospalmen. Was las ich hier? La Laguna – Santa Cruz, alles vertraute Namen.
Der Bus bog ab zu einer Riverside Lodge. Restaurant und Start der Bootsfahrten. Als ich die Schwimmwesten und die Helme im Regal sah, wurde mir bewusst, was wir gebucht hatten. Zum Glück liess ich meinen Rücksack bei der Reisebegleiterin und nahm nur mein Fotoapparat mit. Plastiksäcke wurde uns noch mitgegeben um drauf zu sitzen, falls wir nass würden.
Jetzt noch die Erinnerungsfoto – nur im Falle … Letzte Anweisungen – die Hände immer im Boot halten – Gewicht in der Mitte – nicht hinauslehnen. Vorne und hinten wurden wir von zwei Bootsmännern begleitet.
Mein Herzklopfen ging langsam zurück, als wir im Boot sassen und die schöne Landschaft sich präsentierte.
Am Anfang war die Landschaft noch flach, doch allmählich wurden die Hügel zu Bergen und es sah aus, wie in einem norwegischen Fjord, nur dicht bewaldet. Urwald.
Und uff!
Die erste Stromschnelle kam und die Männer stiessen das Boot, mit uns darin, Flussaufwärts über die Steine.
Es folgten noch weitere 16 Stromschnellen. Für die Männer war es schwerste Arbeit das Boot gegen den Strom auf die nächste Flussstufe zu bringen. Es spritze Wasser ins Boot.
Wir kamen auch in eine Schräglage, so dass Wasser ins Boot kam. Zwischendurch mussten wir auch aussteigen, zu Fuss über die Steine klettern und nachher wieder ins Boot steigen. Bis wir oben am See waren, waren Simon und ich tropfnass. Oben am See fing es leider an zu regnen.
Wir mussten das Boot verlassen und weiter sollte es mit einem kleinen Floss zum Wasserfall gehen. Der See war durch den Wind und Regen sehr wellig. Hier verliess mich mein Mut. Nein jetzt noch mit dem Floss weiter, das war zuviel. Gut – was hätte passieren können?!
Nach eine kurzen Pause – setzten wir uns wieder in unser Langboot und liessen uns flussabwärts tragen. Bei der dritten Stromschnelle wurden wir nochmals kräftig nass. Die Männer mussten Wasser aus dem Boot schöpfen. Nass – nässer – am nässesten – nässer konnten wir nicht mehr werden. Schnell wieder in die Mitte sitzen, bevor die nächste Stromschnelle kam.
Es war ein eindrückliches, tolles Erlebnis. Als wir unten beim Restaurant ankamen schien die Sonne wieder. Auf der Toilette zog ich meine Kleider aus, drücke das Wasser raus und zog sie wieder an. Leider hatten wir keine Ersatzkleider dabei. Bis wir in Manila ankamen, waren wir auch fast wieder trocken.