Ausflug nach Banaue · 18. – 20. November

Um 6.00 Uhr morgens wurden wir von einem Minibus abgeholt und los ging die Fahrt Richtung Banaue. Unser Chauffeur brauchte fast eine Stunde, bis wir aus dem Morgenverkehr von Manila draussen waren. Unsere Fahrt ging über San Fernando nach Tarlac. Hier verliessen wir die Schnellstrasse. Der Fahrer wollte uns die „Reis-Strassen“ zeigen.

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Hier wird auf den Fahrbahnen oder daneben, auf dem geteerten Strassenrand, die ganze Reisernte getrocknet.

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Die Bilder sprechen ihre eigene Sprache.

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Willst Du noch Reis essen?

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Wir fuhren durch viele Otschaften, die an die spanische Kolonialzeit erinnern.
Als wir im Banaue Hotel & Youth Hostel ankamen regnete es und war kalt. Welcome M/M Siegrist
Wir konnten gerade noch an einem lauwarmen, abgegessenen Mittagbuffet teilnehmen. Was wir aus den grossen Esssaalfenstern sahen, war leider grau in grau, Nebel und Regen. Um 18.00 Uhr war es bereits dunkel. Zum Glück hatten wir unsere festen Regenjacken eingepackt.  Die Reisebegleiterin von der Pagsanjan Tour empfahl uns dringend einen Schnaps mitzunehmen. So machten wir uns einen Tee mit Rhum, welcher uns aufheizte.

Die Reisterrassen zählen seit 1995 zum UNESCO-Weltkulturerbe.
Die Terrassen, die einen Grossteil der Provinz bedecken, sind ein Beispiel für die umfassende Gestaltung einer Landschaft durch den Menschen.

Banaue

Seit vermutlich 2000 Jahren werden auf einer Höhe von 700 bis 1500 Metern die Berghänge mit Stützmauern terrassiert und für den Anbau von Reis und Gemüse bewässert. Dabei werden alle Flächen, bis zu einer Hangneigung von 70°, ausgenutzt. Die Mauern sind die einzigen vorkolonialen Steinbauten auf den Philippinen.

Meine Banaue-Grossmutter

Bau und Unterhaltung der Terrassen unterliegen bis heute den traditionellen Regeln der einheimischen Stämme. Oberhalb der Felder werden Wälder (Muyong) unterhalten, um die Wasserversorgung zu sichern. Keine Terrasse darf den Fluss des Wassers zur nächsten tiefer liegenden Ebene aufhalten, die gesamte Wassermenge wird durch Dämme, Gräben und Bambusröhren in gemeinschaftlichem Besitz gleichmässig verteilt.

Reisterrassen

Die durchschnittlich zwei Meter hohen Stützmauern folgen der Kontur des Gelände und bestehen aus Bruchsteinen. Hinter ihnen wird der Grund zunächst mit Geröll gefüllt, in das Kanäle für die Entwässerung eingelassen werden. Etwa einen Meter unter der endgültigen Bodenhöhe folgt eine hoch verdichtete Erdschicht,  darüber 20–30 cm schlammiger Humus.

Reisterrassen

Traditionell sind alle Terrassen in Familienbesitz. Eigentumsrechte unterliegen den Regeln des Stammesrechtes und werden durch heilige Männer (Mumbaki) durchgesetzt.

Reisterrassen

Die Reisterassen von Banaue haben einen tiefen Eindruck hinterlassen. Meine Fotos mögen davon etwas vermitteln.
Reisterrassen

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