05/02/2013
Inle See · Januar 2013

Inle See
Unsere Fahrt von Kalaw nach Nyaung Shwe dauerte ungefähr 2 Stunden. Nyaung Shwe ist eine kleine Stadt am nördlichen Ende des Inle Sees. Hier war auch unser Hotel Aung Mingalar.
Bald sassen wir jedoch in einem Langboot und fuhren Richtung Inle See. Es ist eine beeindruckende Landschaft. Der Inle See ist 25 Km lang.
Er ist bekannt für seine Einbeinruderer. Es ist faszinierend den Fischern zuzuschauen, wie
sie Fische fangen und zugleich Rudern.
Wie der Vater – so der Sohn!
Über Generationen haben die Intha, die „Leute vom See“, eine einzigartige Rudertechnik entwickelt. Die Fischer stehen mit einem Bein auf einer Plattform am Heck, während sie das andere um ein Ruder schlingen. So bewegen sie die Boote mit kräftigen Paddelstössen und haben beide Hände frei, um ihre Netze auszuwerfen und einzuholen.
Die Häuser an und auf dem Inle See sind auf Stelzen gebaut, also keine schwimmende Häuser, welche sich nach dem Wasserstand des Sees richten.
Wir besuchten vom Boot aus eine Seiden-Weberei. Diese Frau zeigt uns die Kunst der
Lotosweberei.
Die Stängel der Lotospflanzen werden aufgeschlitzt, dünne Fasern herausgezogen und diese zum Trocknen aufgehängt.
Es gibt viele Restaurants auf dem Inle See.
Hier bekamen wir ein gutes einheimisches Essen.
Simon und ich entschlossen uns, früher als geplant wieder nach Yangon zu fliegen. Das Hotel entsprach unseren Bedürfnissen nicht und wir fanden keinen Ersatz, da alles ausgebucht war. Hochsaison.
Unser nächste Stopp war die Phaung Daw Oo Pagode in der sich fünf heilige, fast gestaltlose Buddhastatuen befinden, die aufgrund des vielen von Gläubigen als Geschenk aufgetragenen Blattgolds verformt sind.
Die Buddhastatuen sollen aus dem 12. Jahrhundert stammen.
Und wie schon so oft in Myanmar, Frauen dürfen das „Heiligtum“ nicht betreten, auch zum Fotografieren nicht. Aber wie stets, der Guide war sehr hilfsbereit. Zuerst hiess es jedoch Eintritt für meine Fotokamera bezahlen.
Da kam gerade der ehemalige Lehrer und Meister von unserem Guide. Die Begegnung war speziell! Beide freuten sich.
Alljährlich am 10. Oktober begeben sich vier der fünf Figuren auf grosse Fahrt mit der Barke und wandern auf einer langen Prozession durch die Dörfer des Inle-Sees.
Wir fuhren weiter durch die schwimmenden Gärten oder Beete.
Toll, wie hier Gemüse, Salat und Blumen auf dem See angepflanzt und geerntet wird. Das Klima soll hier sehr milde sein.
Das Nga Phe Chaung ist auch unter dem Namen „Kloster der springenden Katzen“ bekannt. Das aus dem 19. Jahrhundert stammende und aus Teakholz erbaute Kloster liegt mitten auf dem See. Trotz des Namens für das Kloster, staunte ich, als ich die Katzen beim Eingang des Klosters sah.
Wir genossen noch die Stimmung auf dem See.
Dann ging es wieder Richtung Nyaung Shwe und in unser Hotel. Nach einer etwas mühsamen Nacht, konnten wir am nächsten Morgen nach Yangon fliegen.
Und es fährt und fährt …..