20/11/2009
Malaysia – Brunei – Thailand

10. + 11. Oktober 2009
Brunei – Im reichsten Land Südost-Asiens
Nach einem angenehmen Flug landeten wir auf dem Flughafen von Brunei. Wir wollten mit dem Taxi zum Hotel Brunei gefahren werden. Doch uns wurde erklärt, dass es ein neues Hotel gäbe, das Palm Garden, das unseren Ansprüchen bestimmt besser entspreche. Zugleich wurden uns Stadtrundfahrten Angeboten. Wir benutzten die Gelegenheit und buchten für den morgigen Nachmittag eine Citytour.
Das schöne Hotel stand etwas abgelegen einsam in einer fruchtlosen Landschaft. Mit seiner Verletzung konnte Simon keine weiten Spaziergänge unternehmen. Deshalb bestellten wir ein Taxi, mit dem wir die nähere Umgebung entdecken konnten. Ein betagter, freundlicher Fahrer zeigte uns einen Teil der Stadt. Er hatte Zeit und wir waren offen für neue Eindrücke und mit dem vereinbarten (Touristen-)Preis waren wir einverstanden.
Wir kamen rasch in ein gutes Gespräch und er sprang sogar über seinen Schatten. Trotz seiner Angst stieg er mit uns in ein Taxi-Boot.
Zum ersten Mal in seinem langen Leben, wie er sagte. Mit dem Boot ging es Kreuz und Quer durch das Kampong Ayer, auf englisch Water Village.
Kampong Ayer ist ein Pfahlbauten-Stadt zu beiden Seiten des Brunei-Flusses. Hier leben über 30.000 Einwohner. Ein Slum ist das nicht. Die Häuser sind gross und sind modern, teils behäbig eingerichtet und werden mit Strom und Wasser versorgt. Wir wurden in ein Haus eingeladen. Sogar Teppiche zierten den Boden. Da gibt es Schulen und eine Universität.
Ein zuverlässiger Bootsverkehr sorgt für den Zu- und Abholdienst.
Es ist überall spürbar, dass in diesem kleinen Land viel Geld vorhanden ist und auch der Bevölkerung zugute kommt. Wir wollten mit dem Boot ins Innere von Brunei, doch der Wasserstand war zu niedrig. Auch hier warten sie auf den grossen Regen.
Hier Fotos auf dem Brunei-River bei Sonnenuntergang.
Die Hassanil Bolkiah-Moschee von 1992.
Nachbau der Sultansbarke neben der Mesjid Sultan Omar Ali Saifuddin.
Die 1958 erbaute Omar Ali Saifuddin-Moschee.
Der krasse Unterschied zwischen den Sultanbauten und dem Water Village könnte nicht besser dargestellt werden. Doch die Leute meinen sich glücklich und sagen es auch. In Brunei gibt es kein Nachtleben, keine Bordelle und keinen Alkohol, ein muslimisches Land mit strengen Gesetzen. Alles sehr eindrücklich. Lediglich die Freude und das Lächeln fehlt.
Für die Techniker aus Europa, Amerika und anderen Länder, welche die Ölförderanlagen betreuen, hat der Sultan hingegen ein eigenes Villenviertel eingerichtet, mit Alkoholausschank, Freudenmädchen, usw. Der kurze Trip in dieses Land hat sich gelohnt. Mehr braucht es nicht.