19/09/2015
City-Hall und Schifffahrt

Montag, 17. August 2015
Das Stockholmer Stadthaus wurde 1911 – 1923 nach Plänen des Architekten Ragnar Östberg erbaut.
Die „Blaue Halle“ hätte eigentlich blau sein sollen, aber Ragnar Östberg änderte seine ursprünglichen Pläne. Als er die schönen rote Bachsteinmauer sah, wollte er sie nicht mit blauem Putz bedecken. Der Name „die Blaue Halle“ lebte aber weiter.
Im Ratssaal hat der Gemeinderat seine Sitzungen. Die Decke mit ihrer fingierten Öffnung vermittelt das Gefühl, in einem altnordischen Haus mit frei sichtbarem Sparrendach zu stehen.
Die Galerie des Prinzen dient für die Empfänge der Stadt. Von hier aus hat man eine grossartige Aussicht über Riddarfjärden, den östlichen Teil des Mälarsees. Dieses Panorama spiegelt sich wider in den Freskensuite des Prinzen Eugen an der gegenüberliegenden Wand der Galerie. Der Stuck der Fensternischen stammt von J.A.G. Acke.
Der Saal der Drei Kronen hat seinen Namen nach den drei vergoldeten Kronleuchtern, die vom Balkondach herabhängen. Unter den Gemälden ist „Die Aussicht von Mosebacke“ von Elias Martin aus der Zeit um 1790 zu nennen.
Der Goldene Saal. Mit mehr als 18 Millionen Mosaiksteinchen aus Glas und Gold hat Einar Forseth hier einen goldglänzenden Bankettsaal geschaffen, in dem bis zu 700 Gäste Platz finden können. Der Saal wird im Fond von der „Mälarkönigin Stockholm“ beherrscht, der das Morgen- und Abendland ihre Huldigungen darbringen.
„Als Nobeltag in Stockholm gilt seit 1901 jedes Jahr der 10. Dezember. An diesem Tag werden in Schwedens Hauptstadt im klassizistischen Gebäude des Konzerthauses die Gewinner der Nobelpreise für Medizin, Physik, Chemie und Literatur geehrt. Am gleichen Tag wird der Friedensnobelpreis in Oslo verliehen.
Die vom Industriellen Alfred Nobel mit seinem Vermögen von rund 33 Millionen Kronen ausgestattete Nobel-Stiftung wählt jedes Jahr bis Anfang Oktober, aus den von einem festgelegten Personenkreis eingereichten Vorschlägen, die jeweiligen Preisträger aus. 1968 wurden der Kreis der Preisträger durch einen von der Schwedischen Reichsbank, in Erinnerung an Nobel, einweiteren Preis für Wirtschaftswissenschaften gestiftet.
Die Preisträger stehen bereits einige Tage vor und auch nach der Preisverleihung im Mittelpunkt des gesellschaftlichen Interesses von Stockholm und ganz Schwedens. So werden sie neben der Nobelpreisverleihung, bei der sie aus den Händen des schwedischen Königs ein Dokument mit der ausgewiesenen Höhe des Preisgeldes und eine Medaille erhalten, zu Empfängen und Problemdiskussionen eingeladen. Sie genießen die Ehre beim Nobelbankett am Tisch der königlichen Familie zu sitzen und werden zu einem Abendessen bei der schwedischen Königsfamilie im Stockholmer Schloss eingeladen, das in einer persönlichen Atmosphäre verläuft.“
Wir spazierten an der Promenade entlang, setzten uns dann hin und genossen in einem kleinen Strandkaffee am Strömgatan einen feinen Espresso. Was machen wir noch heute Nachmittag? Eine Schifffahrt vielleicht? – Ja, „Unter den Brücken von Stockholm“. So wurde sie angepriesen: „Die perfekte Rundfahrt, wenn sie ganz Stockholm vom Wasser aus sehen möchten. Steigen Sie an Bord und lassen Sie sich die bekanntesten Teile der Stadt zeigen. Die Fahrt geht unter fünfzehn Brücken und durch zwei Schleusen hindurch, die die Ostsee mit dem See Mälaren verbinden. Ein wunderschöner und unvergesslicher Ausflug!“ – Das hörte sich gut an. Die Tour startet von Strömkajen, neben dem Grand Hôtel.
Ich versuchte vom Schiff aus einige Eindrücke einzufangen.