Die Brücke am Kwai

Simon meint:
Einmal mehr wurden Kriegsverbrechen aus dem zweiten Weltkrieg zu einer Touristenattraktion hochstilisiert. Da hatte die Japanische Besetzungsmacht alliierte Kriegsgefangene durch Zwangsarbeit gnadenlos zu Tode gemartert – für den Bau einer Eisenbahnlinie durch Thailand hinüber nach Burma. Dabei krepierten abertausende gefangene Soldaten. Die übrig gebliebenen Zeugen des Bauwerkes, samt Soldatenfriedhof, darf der heutige Tourist, teils auch etwas verfälscht, bewundern. So haben die damaligen Mörder und Opfer der Tourismusbranche eine Einnahmequelle verschaffen, an der sie ehrlicherweise beteiligt sein sollten.

Abgesehen von diesem Anteil, brachte der Ausflug an den River Kwai nur positive Überraschungen, die für sich alleine eine Reise wert sind. Da war das Floating Hotel, die Flossfahrt durch die Urlandschaft, der Sai Yok Nationalpark, die kulturellen Zeugnisse, das Essen und zuletzt nicht, die Begegnung mit den Einheimischen. Ich habe, zusammen mit Anita, zwei interessante und gute Tage erlebt.

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