13/08/2009
Ausflug nach Phetchaburi

Simon und ich hatten wieder einmal Lust Neues zu entdecken. Und so fuhren wir mit Guide und Chauffeur Richtung Norden.
Nach einer guten Stunde Fahrt erreichten wir die kulturhistorisch interessante alte Stadt Phetchaburi (Stadt der Diamanten). Immer wenn wir nach Bangkok fuhren oder von Bangkok nach Hua Hin sah ich diesen faszinierenden Hügel Khao Khlang mit dem Königspalast Phra Nakhon Khiri.
Dort wo einst König Mongkut sich einen schneeweissen Palast erbauen lies (sein Hobby war Astrologie), befindet sich heute ein Museum. Den Gipfel des Khao Wang Berges erreichten wir mit einer Kabelbahn.
Achtung! Rund um den Berg mit dem Königspalast leben viele Affen. Sie sind sehr angriffig. Eine Thaifrau kaufte sich ein Glace. Das bemerkten zwei aufmerksame Affen. In Augenblick, als die Frau das Glace zum Mund führte, wurde sie angegriffen. Der Gewinner genoss etwas Abseits seine Beute. Siehe Bild!
Im Jahre 1859 wurde der Grundstein für den Phra Thinang Phetphum Phairot gelegt, das grösste Gebäude der Anlage. Im reinen neoklassizistischen Stil erbaut, diente es zunächst als Audienzhalle, später dann – wie auch heute wieder nach grundlegender Renovierung – als Haus für Staatsgäste.
Sehr interessant sind die grosse Anzahl von Geschenken aus Europa, vor allem Porzellan (Teller, Schalen, Töpfe) und unter anderem ist auch ein Bett von König Chulalongkorn zu sehen. Leider durfte man im Museum keine Fotos machen.
Als Nächstes besichtigten wir die Wihara Phranon-Tempel-Anlage. Ein prächtiger Ganesha stand beim Eingang.
Er ist wohl der meist geliebte Gott im hinduistischen Pantheon, der Gott mit dem Elefantenkopf, der von Hindus, Buddhisten und Jaina gleichermaßen verehrt wird; ein Fruchtbarkeits- und Glücksbringer. Er wird als Sohn von Shiva und Parvati angesehen.
Auch in dieser Tempelanlage überraschte uns ein liegender Buddha. Genau wie im Wat Pho in Bangkok.
Dieser Buddha ist jedoch etwas kleiner. Dazu konnten wir viele Buddhas in verschiedenen Stellungen betrachten. Auch die Buddhas zu den sieben Wochentagen. In Thailand werden von gläubigen Buddhisten die Kinder, auf Grund der Wochentags-Buddhas, zusätzlich nach diesen benannt.
Wir versuchten, vergebens, unsere Namen mit den entsprechenden Buddhas in Verbindung zu bringen.
In einem kleineren Tempel renovierte ein Kunstmaler die erblassten Bilder.
Am traditionellen Tempel ‚ Wat Mahatat‘, beeindruckten uns die Gläubigkeit der Thailänder. Das Bild beherrschen ein hoher Prang im Khmer-Stil,(12. Jahrhundert) dem ein Torbau angegliedert ist, und vier kleine Prangs, die um ihn herum gruppiert sind. Ein Prang ist ein Tempelturm. Das thailändische Wort bezieht sich einerseits auf Turmbauten der Angkorzeit, andererseits auf Türme, die stilistisch an dieses Erbe anknüpfen. Ein Prang ist Teil eines Wat, einer buddhistischen Tempelanlage in Thailand.
Die Kultur der Khmer, des heutigen Staatsvolks von Kambodscha, war entschieden vom großen Handelspartner Indien geprägt. Dieser Einfluss ist sichtbar: Ein Prang, in der Sprache der Khmer Prasat, ähnelt in bemerkenswerter Weise den Sikahara, auch Rekha genannten Türmen indischer Tempelbauten. In der Galerie stehen mehrere Buddha-Statuen.
Nach dem Mittagessen besuchen wir die heiligen Höhlen von ‚Khao Khan-Luang‘, eine buddhistische Kultstätte. Auch hier wurden wir von Dutzenden von Affen begrüsst.
Die Guides hier sind alle ausgerüstet mit kleinen Steinschleudern. So wie wir sie als Kind gebastelt hatten, ein Y und dazwischen ein Gummizug. Die Affen sind sehr spiel- und angriffslustig.
Die Höhle besteht aus mehreren unterschiedlichen hohen und weiten Hallen. Einige steile Treppen führten in die Tiefe der sehr grossen, mit Tropfsteinen und unzähligen Buddha-Figuren besetzten Halle. Durch den Lichteinfall der Risse und Löcher im Gewölbe der Höhle, entsteht eine zauberhafte, magische Atmosphäre.
Es war ein lehrreicher Tag. Erfüllt von den vielen Eindrücken kehrten wir nach Hua Hin zurück.